Vulkane und Fakes und zum Anschlag am 3.1.

Vulkane und Fakes

Vulkangruppe „Das Grollen des Eyajfjallajökull“

Wir melden uns aus aktuellem Anlass als Vulkangruppe „Das Grollen des Eyajfjallajökull“ zu Wort. 2011 haben wir in Berlin die Kabelbrücke am Ostkreuz (Markgrafen Damm) angesteckt.

Wir haben die Kabelbrücke am Zugang zur Erde angesteckt. Es gab eine Betonumfassung, die aus der Erde herausragte und offen war. Die Kabel führten unserer Erinnerung nach in diese Umfassung hinein. Sie waren nicht geschützt oder abgesichert und waren für uns zugänglich. Eingefasst von den Betonwänden, aber nicht mit dem Beton verbunden, hatten wir ausreichend Platz, die Brandmittel nah an den Kabeln gut zu deponieren. Weil der Boden in der Mitte aus Sand bestand und um ein Versickern zu verhindern, haben wir eine beträchtliche Menge an Brandmittel verwendet.

Dieses Detailwissen dient der Verifizierung der Authentizität dieses Schreibens. Die Presse hat hiermit die Möglichkeit über die Ermittlungsbehörden die Echtheit dieser Aussagen bestätigen zu können.
Dies ist notwendig, weil nach dem Anschlag am 3.1. am Teltowkanal gefakte Beiträge in Umlauf gebracht wurden.

Ein Post auf Indymedia versucht den Anschein zu erwecken, als spräche er für uns als Vulkangruppe, welche die Kabelbrücke 2011 am Markgrafen Damm in Berlin in Brand gesetzt habe.
Wir, die Vulkangruppe „Das Grollen des Eyajfjallajökull“, sagen, der Beitrag ist ein Fake.
Auch zwei weitere Beiträge auf Indymedia erklären sich als Vulkane. Auch diese identifizieren wir nach längerer Analyse als Fake.
Die öffentlichen Presseorgane sind diesen Fakes aufgesessen. Nun sind wir nicht in einem Film von „Monty Python“, sondern in einem Schauspiel mitten in der Realität. Welchem Spektakel wohnen wir bei, wenn sich drei Vulkangruppen in aller Öffentlichkeit bekriegen? Anders kann man das Spektakel nicht beschreiben. Geht es um die Diskreditierung der Vulkane, samt Geschichte? Oder steckt noch etwas anderes dahinter?

Wir sind uns mittlerweile weitgehend sicher: Hier werden Ermittlungsansätze abgearbeitet.

Dazu konstruiert man drei unterschiedliche Gruppen und Konflikte, welche einander angreifen. Auffallend ist der unsolidarische, gereizte und arrogante Ton, den allen drei Beiträgen zu Grunde liegt.
Lassen wir mal diesen konstruierten Streit und seine jeweiligen konstruierten Begründungen dieser gefakten Beiträge außen vor (auch wenn versucht wird, ihnen einen möglichst glaubhaften Anschein zu verpassen). Betrachten wir die Beiträge ohne das ganze künstlich argumentierte Drumherum in ihrer Essenz.
Dann erkennen wir darin eine angelegte Absicht. Plötzlich wird dann kein politischer Streit mehr ausgetragen und auffallend öffentlich schmutzige Wäsche gewaschen, der für sich genommen schon unglaubwürdig ist. Sondern wir wohnen einer Inszenierung bei.

Willkommen also im Theater der Desinformation.

Die öffentliche negative Rezeption ist den Fakeschreibern sicher ein gewünschter Nebeneffekt. Die Presse hat diese Fakes mehrheitlich nicht identifizieren können oder wollen. Sie hat sie weitgehend nicht hinterfragt und weiterverbreitet. Ein vorgeblicher Zwist unter den Vulkangruppen ist ein gefundenes Fressen für einige Presservertreter_innen. Sie merken nicht, dass sie von Geheimdiensten oder Ermittlern instrumentalisiert wurden. Vielleicht gefällt ihnen das sogar. Die taz hat sehr aufgeweckt auf die Desinformation reagiert. Wir sind gespannt, ob die anderen Berichterstatter_innen unserer Betrachtung Aufmerksamkeit schenken oder zur nächsten Meldung eilen. Sie sollten dieser Betrachtung Aufmerksamkeit schenken, weil wir den Eindruck haben, einer geheimdienstlich, ermittlungstechnischen Operation beizuwohnen, die je nach Akteur auch juristisch von Bedeutung sein könnte.
Wir brauchten einige Zeit, die Absicht hinter diesen Beiträgen einordnen zu können.

Neben einer Desinformation und Diskreditierung der Vulkangruppen und deren vermeintlicher Umgang miteinander, geht es vielleicht um noch mehr. Der konstruierte Konflikt und Pseudostreit soll wahrscheinlich Äußerungen von aktiven, ehemaligen Vulkangruppen oder anderen Gruppen provozieren.
Dieser Annahme folgend stellt sich die Frage nach dem Motiv dieser Provokation.

Der Hintergrund ist naheliegend. Seit mindestens 2011 haben die Behörden mit einem „Phantom“ zu kämpfen. Vulkane, die Anschläge verüben und deren Strukturen unklar geblieben sind, machen den Ermittlern zu schaffen. Zumal die Vulkane ihnen auf der Nase, bzw. auf der kritischen Infrastruktur herum trampeln. Auch das BKA ist da nicht weiter gekommen. Um das BKA involvieren zu können, wurde der Vorwurf der „verfassungsfeindlichen Sabotage“ etabliert, da es keine juristisch tragfähige Perspektive gibt, die Vulkane auf „Terrorismus“ festnageln zu können. Die Vulkane geben voraussichtlich auch jetzt den Vorwurf des Terrorismus nicht her, so sehr das gerade ein tennisspielender Senat herbei beten will.

Es ist auch nicht so, das die Behörden auf dem „linken“ Auge blind wären, wie die Rechtsradikalen in dem Senat behaupten. Das Gegenteil ist bekanntlich der Fall.
Der wirkmächtige und auch politisch erfolgreiche Anschlag auf die Gigafucktory Tesla ist bisher von keinem erkennbaren Ermittlungserfolg gekrönt. Die Ermittlungsansätze dürften sich nach 15 Jahren vulkanischer Tätigkeiten und ähnlicher Aktionen vervielfacht haben. Das haben wir mit einer gewissen Heiterkeit aufmerksam verfolgt. Sie haben viel versucht, um eine Idee von diesem Phantom(-en) zu bekommen. Die öffentlich kolportierten Thesen haben ihnen bisher nicht erkennbar geholfen. Auszugehen ist, das die verschiedenen Ermittler einiges versucht haben; Profilings, Spitzeln, Überwachungen, Provokationen, gestellten Fallen und mehr.

Die Ermittlungsbehörden tappen vermutlich also im Dunkeln.

Hier liegt das Motiv der drei gefakten Beiträge.

Der Anschlag auf das Unternehmen „Stromnetz Berlin“ und die smarte Stadt schien ihnen ein Versuch wert. Vielleicht ist auch der erste Beitrag nicht ihren Sondersitzungen entsprungen. Da aber hier ein vermeintlicher eher ekliger Dialog aufgebaut worden ist, ist auch davon auszugehen, das auch der erste Beitrag aus einer staatlichen Behörde kommt. Wir gehen konkret davon aus, das alle drei Fakebeiträge aus der selben Feder stammen. Alle drei Beiträge erwecken den Eindruck mit Werkzeugen der „Künstlichen Intelligenz“ erstellt worden zu sein. Der Eindruck bei wiederholtem Lesen ist der; ein Programm wird mit Bekenner_innenschreiben von Vulkanen geladen. Das Programm wird instruiert, einen Konflikt zwischen drei Ermittlungsansätzen auszuspucken. Im einem Fakebeitrag entsteht der Eindruck, ob auch Ermittlungsarbeiten aus dem Bereich „Antimilitarismus“ eingespeist wurden. Das Ganze wurde vielleicht nicht nochmal von mit der politischen Materie vertrauten Menschen überarbeitet. Vielleicht sind für uns deshalb inhaltliche Fehler und merkwürdige Begriffe identifizierbar geworden, die auf KI generierte Texte hinweisen könnten.

Ziel der gefakten Beiträge konstruierter Vulkane auf Indymedia wäre es, an neue Erkenntnisse zu kommen. Zum Beispiel; empörte oder zustimmende Reaktionen von aktiven, schlafenden, oder erloschenen Vulkanen oder anderen Gruppen.

Wir sind Zeug_innen eines Versuches Informationen abgreifen zu können, die neue Ermittlungsrichtungen eröffnet oder eine alte Richtung untermauert. Oder die wenigstens eine der steilen Thesen bestätigen könnten, die wir immer wieder lesen können.

Eine andere Interpretation dieses Spektakels ist uns nicht schlüssig.

Schauen wir uns die Beiträge an.
Damit wir nicht in Verwirrung geraten werden wir den gefakten Beiträge Namen zuordnen. Fake 1 (F1), Fake 2 (F2) und Fake 3 (F3). Es gibt einen vierten gefakten Beitrag (F4), den vernachlässigen wir. Dann gibt es uns, die Gruppe „Das Grollen des Eyajfjallajökull“. Und es gibt die Gruppe, die den aktuellen Anschlag in einem Bekenner_innenschreiben begründet und eine zweite Veröffentlichung publik gemacht hat. Diese Gruppe ist die Vulkangruppe „Den Herrschenden den Saft abdrehen“.

Wenn wir den politisch konstruierten Dünnschiss von Fake 1 lesen, der vorgibt unter dem Titel „Gegen Vereinnahmung und falsche Kontinuitäten – Distanzierung“ für einen Vulkan zu sprechen, dann lohnt schon eine inhaltliche Erwiderung nicht. Aber wer redet schon mit einer KI?
Wir antworten keiner nicht existenten Gruppe. Wir empören uns nicht über deren politischen Provokationen. Denn jede Erwiderung ist Kalkül des Spektakels.

Die vorgebliche Vulkangruppe (F1), die sich am 07.01.2026 – 00:58 auf
Indymedia meldete, gibt es nicht.
Über diesen Fakt gestolpert, haben wir die anderen nachfolgenden Veröffentlichungen von vermeintlichen Vulkanen (F2 u. F3) genauer untersucht und sind zu einem ähnlichen Schluss gekommen.
Mittlerweile haben die Ereignisse sich auch dadurch bestätigt, dass sich am 9.1. die Vulkangruppe „Den Herrschenden den Saft abdrehen“ um 13:04 auf Indymedia gemeldet hat. Sie verweist auf insgesamt zwei Erklärungen und liefert die beiden Links dazu. Die erste Erklärung wurde bekanntlich über die Polizei als authentisch bestätigt. Die zweite Erklärung bezieht sich auf ihre erste Erklärung und reagiert auf die öffentlichen Diskussionen um den Stromausfall und dessen Auswirkungen.

Weil Indymedia gerade von Faschisten angegriffen wird, ist diese Erklärung zwischen dem ganzen Müll vielleicht untergegangen. Aber auch die taz zitiert in einem Beitrag aus dieser Erklärung.

Darin heißt es u.a. :
Dies ist unsere zweite Erklärung.
Verschickt am 8.1. um 16.00 Uhr an RBB24, Radio Eins, RBB Fernsehen, Funke Mediengruppe, Spiegel, taz.
Mehr Erklärungen haben wir nicht veröffentlicht!
Zweiter Beitrag https://knack.news/14834 
Erster Beitrag https://knack.news/14715

Vor dem Hintergrund der zweiten Erklärung der Vulkangruppe „Den Herrschenden den Saft abdrehen“ wissen wir nun sicher, dass auch die Indymediabeiträge, die vorgaben für den aktuellen Vulkan am Teltowkanal zu sprechen, nicht existieren. Das betrifft also die gefakten Beiträge F2 und F3, die unter dem Titel „Das Grollen des Sundhnúkagígar“ am: 07.01.2026 – 19:14 und am: 08.01.2026 – 14:06 „Antwort auf die „Distanzierung“ auf Indymedia gesetzt wurden. Spätestens hier bricht das Kartenhaus zusammen. Nachdem die Vulkangruppe „Den Herrschenden den Saft abdrehen“ deutlich gemacht hat, welche Beiträge von ihr sind, erkennen wir, welche Beiträge nicht von ihnen sind.

Die Beitrag F1 distanziert sich von Angriffen in der jüngeren Zeit und beansprucht zu der Gründerstruktur zu gehören. Der Ermittlungsansatz hier; die Organisationsform der Vulkane sind viele, mehrere einzelne Gruppen.

Der Beitrag F2 grenzt sich künstlich von dem ersten Beitrag F1 ab und sagt: „Wir waren alles. Wir sind eine Gruppe. Die Aktion am Gaswerk ist unser dickes Ding“. Organisationsform wäre; es gibt nur einen Vulkan.

Und F3? Der Beitrag jongliert mit der dritten Möglichkeit. Demnach wird eine alte Struktur behauptet, die früher einige Aktionen gemacht haben könnte. Aber es kam zu einem Bruch und einem angedeuteten Generationswechsel. Und die behaupteten Jungen führen jetzt das die Vulkane an.

Dies sind die Thesen, die immer wieder in der Öffentlichkeit verhandelt werden. Oder durchsickern sollen.
Hier werden Ermittlungsansätze abgearbeitet.

Der F3 Beitrag konstruiert in Abgrenzung zu „verbürgerlichten Alten“, die in F1 sich von allen Aktionen der jüngeren Zeit distanzieren, einen Disput. Er grenzt sich nur von dem Beitrag F1 ab. Das ist insofern erstaunlich, als das der Beitrag F2 noch 19 Stunden zuvor behauptet hat, sie hätten alle Vulkanaktionen gemacht, einschließlich der am Teltowkanal. Wieso schweigt Großmaul F3 zu Großmaul F2? Immerhin beansprucht F2 den gesamten Raum für sich und platzieren sich als Vulkangruppe am: 07.01.2026 – 19:14 auf Indymedia. F2 behaupten: „In der Nacht zum 3. Januar haben wir das Stromnetz in Berlin-Lichterfelde lahmgelegt. Mit gezielten Schnitten und Bränden an den Kabelbrücken haben wir die Adern des Systems durchtrennt“ Weiter: „Mit diesem Anschlag beweisen wir, wer die Echten sind – die, die seit 2011 die Infrastruktur des Systems in Flammen setzen“. Warum also weist der Beitrag F3 den Beitrag F2 nicht in seine Schranken? Immerhin behauptet F3 in Richtung F1: „Dass ihr euch gerade jetzt meldet, nach unserem erfolgreichen Schlag gegen das Gaskraftwerk Lichterfelde, nach den Aktionen gegen Tesla und die Infrastruktur der Zerstörung, ist bezeichnend.“

Hier „kommunizieren“ KI-Beiträge in Worthülsen miteinander. Oder auch aneinander vorbei.

Was haben wir gelacht über diese drei „Echten“.
Hier gibt es keinen realen Disput.

Auch von „gezielten Schnitten“ an Hochspannungskabel zu reden ist entlarvend. Der KI und ihren Verbreitern der Fakes ist nicht nur ein weiterer logischer Fehler unterlaufen, sondern auch für den Laien ist ein unglaubwürdiges Detail der Aktion sichtbar geworden .
Die Polizei hätte von verkohlten Leichen berichtet, wenn F2 an Stromkabeln herum geschnitten hätten.

Ihr merkt, es stinkt zum Himmel.

Veröffentlicht wurde F3 am 08.01.2026 – 14:06“ auf Indymedia. Beitrag F3 erweckt den Anschein gut argumentiert zu sein. Aber bei genauem Lesen fallen viele Absurditäten und zynische Positionen ins Auge. Und inhaltlich unlogische Schlüsse und verdrehte Worte, die die KI noch nicht beherrscht, so unsere Mutmaßung.

Während der Beitrag F1 keine inhaltliche fundierte begründete Position anbieten musste und eben wie das Machwerk resignierter Vulkane daher kommen durfte – dumm und oberflächlich, weil er nur die Steilvorlage für F2 und F3 bieten musste – sollte F3 zu einem inhaltlichen Widerspruch aktiver oder zurückgezogener echter Militanter oder Vulkangruppen anstacheln. Für uns ist klar, es hat nicht geklappt. Die Vulkangruppe „Den Herrschenden den Saft abdrehen“ geht auf F2 und F3 nicht ein und sie bezweifelt, dass es sich bei Beitrag F1 um einen Vulkan handelt.
Euch das zu bestätigen, war eine Absicht unserer aktuellen Veröffentlichung.

Mit KI und Bullen gibt es keinen Dialog. Darum gehen wir inhaltlich auf nichts ein, was die Maschine in Beitrag F1, F2 und F3 ausspuckt. Allenfalls sind Details zu beachten um zu verstehen, was die drei Beiträge versuchen anzustoßen. Bei dem Beitrag F3 fällt beispielsweise ein weiterer konstruierter Widerspruch zwischen Sabotage von Kriegsgerät und (kriegswichtiger) Infrastruktur ins Auge. Wir steigen auf diese Konstruktion nicht ein. Sondern wir fragen uns, was ist das Ziel dieser Konstruktion? Was versucht die Gegenseite heraus zu bekommen? Und bei diesen Hinweisen belassen wir es dann auch.

Wir sehen keine Veranlassung uns von aktuellen oder älteren Vulkanen zu distanzieren. Wir distanzieren uns von nichts und wünschen allen militanten Gruppen auf der Höhe der Zeit das Richtige zu tun, sich nicht unterkriegen zu lassen. Unterstützt alle Gefangenen. Euch allen, drinnen und draußen, viel Kraft.

F1, F2 und F3 werden wir diesem Beitrag anhängen. Es geht darum aus diesen Desinformationsangriffen und taktischen Schritten der Behörden zu lernen. KI gestützte Falschinformationen brauchen für die Zukunft von uns gute Antworten und Absicherungen. Unsere Plattformen sollten sicher sein.
Wir dokumentieren auch F4. Dieser Beitrag F4 wurde auf knack.news veröffentlicht. Er bezieht sich nicht auf den konstruierten Disput. Er versucht den Anschlag politisch zu verteidigen und gibt sich ebenfalls wie F2 und F3 als die Vulkangruppe „Den Herrschenden den Saft abdrehen“ aus. Aus diesem F4 Beitrag zitiert die taz. Inhaltlich mag vieles bei F4 richtig sein und vielleicht ist der F4 Beitrag auch nicht KI generiert. Wenn dieser Beitrag aber nicht von einer Behörde kommt, sondern von Menschen, die mit dem Anschlag am 3.1. solidarisch sind: Es geht nicht, dass sich Leute für etwas ausgeben, was sie nicht sind. Wenn wer die Politik einer militanten Gruppe verteidigen will, dann unter einem anderen Pseudonym.

Wir legen de.Indymedia.org und Knack.news nah, alle gefakten Beiträge zu löschen.
In unserer Dokumentation gehen die Fakebeiträge nicht verloren.
Wir versuchen dem Veröffentlichungsweg, den die Vulkangruppe „Den Herrschenden den Saft abdrehen“ öffentlich gemacht hat, zu folgen und melden uns hiermit wieder ab.

Vulkangruppe „Das Grollen des Eyajfjallajökull“

 

FAKE 1 (F1) aus de.indymedia.org

Gegen Vereinnahmung und falsche Kontinuitäten – Distanzierung

von: Vulkangruppe am: 07.01.2026 – 00:58
Themen:
Weltweit

Diese Erklärung ist notwendig, weil unser Name in einen Zusammenhang gestellt wird den wir nicht tragen. In Veröffentlichungen, Bekennerschreiben und medialen Kurzschlüßen wird eine Kontinuität behauptet, die es nicht gibt. Unser früheres Handeln wird benutzt, um aktuelle Angriffe zu legitimiren, zu erkären oder politisch aufzuladen. Das weisen wir zurück.
Wir melden uns, weil in unserem Namen gesprochen wird, gehandelt wird, veröffentlich wird, ohne dass es unser Handeln ist.
Die Texte und Aktionen der letzten Jahre stammen nicht von uns. Sie widersprechen dem, wofür wir standen und warum wir überhaupt gehandelt haben.
Wir waren die Vulkangruppe der Jahre 2011. Unser Bezugspunkt war klar und begrenzt. Unser Ziel waren Bundeswehreinsätze, deutsche Kriegsbeteiligung und Waffenexporte. Infrastruktur war für uns kein Selbstzweck und kein Spielfeld, sondern Symbol und Träger militärischer Gewalt nach außen. Unsere Interventionen richteten sich gegen Kriegspolitik, nicht gegen gesellschaftliche Grundversorgung, nicht gegen Menschen im Alltag.
Schon damals war unser Ansatz defensiv gemeint, auch wenn er als Angriff gelesen wurde. Wir wollten Unterbrechung, nicht Eskalation. Störung von Normalität, nicht ihre Zerstörung. Es ging um Sichtbarkeit von Verantwortung, nicht um moralische Überhöhung oder um eine Logik der permanenten Sabotage.
Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine 2014 hat sich der Kontext grundlegend verschoben. Was zuvor als Kritik an westlicher Militärpolitik formuliert werden konnte, geriet in eine Lage, in der jede Form von Infrastrukturangriff objektiv Teil einer allgemeinen Destabilisierug wird. Eine Welt, in der alte und neue autoritäre Staaten offen Grenzen verschieben, Städte zerstören und Zivilbevölkerung bombardieren, ist keine Bühne mehr für symbolische Akte, die leicht und falsch instrumentalisiert werden können.
Wir haben erkannt, dass unsere früheren Mittel unter den geänderten Bedingungen neu gedacht werden müssen, nicht weil sie falsch waren, sondern weil sie anders gelesen werden als zu einer Zeit, in der Fronten klarer schienen, Adressaten benennbar waren und Wirkung noch nicht sofort in Vereinnahmung, Verkürzung oder falsche Anschlussfähigkeit kippte.
Deshalb hatten wir Abstand genommen. Nicht aus Bequemlichkeit, nicht aus Anpassung, sondern aus Verantwortung. Weil wir nicht Teil einer Dynamik sein wollten, in der Kritik an Militarismus mit der faktischen Schwächung von Gesellschaften zusammenfällt.
Wir distanzieren uns ausdrücklich von allen Aktionen der letzten Jahre, die unter unserem Namen oder mit Bezug auf uns durchgeführt wurden. Diese Veröffentlichungen sprechen nicht für uns. Sie verschieben Inhalte, vermengen Analysen mit Rechtfertigungen und benutzen einen Namen, der für etwas anderes stand.
Unser Rückzug ist kein Widerruf unserer Kritik an Krieg, Aufrüstung und Waffenexporten. Diese Kritik bleibt. Machen wir uns nichts vor – die Saat des Todes ist gesäht und sie geht längst auf. Die nächsten Jahre wird die Welt brennen, langsam, dann schneller. Alte und neue Machtblöcke haben ihre Ansprüche abgesteckt, Figuren wie Putin und Trump stehen dabei nur stellvertretent, austauschbar. Europa wird nicht durch Moral fallen, sondern durch seine eigene Technologie, durch das was es exportiert, verkauft und perfektioniert.
Wir sagen das nicht, um verstanden zu werden.
Wir sagen es, weil Schweigen in diesem Fall Zustimmung wäre.

FAKE 2 (F2) aus de.indymedia.org

Das Grollen des Sundhnúkagígar

von: Vulkangruppe am: 07.01.2026 – 19:14
Regionen:
Berlin & ganz Deutschland
Themen:
Antifa
Biopolitik
Militarismus
Ökologie
Soziale Kämpfe
Abstract:
Das Grollen des Sundhnúkagígar – Sabotage am Berliner Netz als erster Ausbruch

Wir, die Vulkangruppe, haben genug von den Nachahmern, den Wichtigtuern und den Dilettanten, die gerade jetzt unseren Namen missbrauchen, um ihre eigenen Spielchen zu treiben. In letzter Zeit mehren sich die falschen Bekennerschreiben, die vorgeschützten Aktionen und die Versuche, sich in unseren Schatten zu stellen. Das ist jetzt vorbei. Mit diesem Anschlag beweisen wir, wer die Echten sind – die, die seit 2011 die Infrastruktur des Systems in Flammen setzen, ohne je gefasst zu werden. Wir sind zurück, entschlossener und präziser denn je.
In der Nacht zum 3. Januar haben wir das Stromnetz in Berlin-Lichterfelde lahmgelegt. Mit gezielten Schnitten und Bränden an den Kabelbrücken haben wir die Adern des Systems durchtrennt: Starkstromleitungen, die den fossilen Wahnsinn speisen, wurden kurzgeschlossen und in Flammen gesetzt. Wir haben Baustellengerät genutzt, um die Rohre zu verbinden und den Funken zu zünden – ein simpler Akt, der die Maschinerie des Kapitals zum Stillstand brachte. Der Stromausfall war kein Kollateralschaden, sondern ein bewusster Schlag gegen die imperiale Energieversorgung, die den Raubbau an der Erde antreibt und Kriege mit grünem Anstrich kaschiert.
Dieser Anschlag ist kein Einzelfall, keine isolierte Eruption. Er ist der erste Lavastrom in einer großen Kampagne, die sich über das ganze Land ausbreiten wird. Wir greifen die Infrastruktur an, die den Kapitalismus am Laufen hält: Bahnlinien, die Waffen und Müll transportieren; Fabriken, die unter dem Deckmantel von „Nachhaltigkeit“ die Ausbeutung fortsetzen; Stromnetze, die die Villen der Reichen beleuchten, während die Armen im Dunkeln bleiben. Tesla, Vattenfall, RWE – eure Projekte sind unsere Ziele. Wir werden nicht aufhören, bis der fossile und digitale Koloss zusammenbricht. Jeder Kabelbrand ist ein Signal: Der Vulkan erwacht, und die Asche wird eure Systeme ersticken.
Wir entschuldigen uns bei den weniger Wohlhabenden, die von den Ausfällen betroffen sind – euer Leid ist nicht unser Ziel, sondern die Konsequenz eines Systems, das wir bekämpfen. Bei den Villenbesitzern und Managern in Lichterfelde und Steglitz halten wir uns zurück: Ihr könnt euch eure Notstromaggregate leisten, während wir die Grundlagen eurer Herrschaft zerstören.
Dies ist Notwehr gegen den Klimaraub, gegen die militärische Logistik, gegen die Ausbeutung. In Solidarität mit allen, die Widerstand leisten – von den Wäldern bis zu den Straßen. Die Kampagne hat begonnen. Erwartet weitere Ausbrüche.
Vulkangruppe – Netzstörer
Vulkangruppe

FAKE 3 (F3) aus de.indymedia.org

ANTWORT AUF DIE „DISTANZIERUNG“ DER EHEMALIGEN Vulkangruppe
von: Vulkangruppe am: 08.01.2026 – 14:06
Wir haben die Erklärung derer zur Kenntnis genommen, die sich einst Vulkangruppe nannten und nun aus dem Ruhestand heraus versuchen, die Deutungshoheit über einen Kampf zu erlangen, den sie vor über einem Jahrzehnt aufgegeben haben. Dass ihr euch gerade jetzt meldet, nach unserem erfolgreichen Schlag gegen das Gaskraftwerk Lichterfelde, nach den Aktionen gegen Tesla und die Infrastruktur der Zerstörung, ist bezeichnend. Es ist der Reflex derjenigen, die ihren Frieden mit den Verhältnissen gemacht haben und nun fürchten, dass der Ruß unseres Feuers ihre bürgerliche Fassade beschmutzt. Ihr sprecht von „Missbrauch“ des Namens. Wir sprechen von notwendiger Evolution. Ihr sprecht von „Verantwortung“. Wir nennen es Feigheit vor der Konsequenz.
Das Schisma von 2013: Analyse einer Kapitulation
Es ist notwendig, das Gedächtnis aufzufrischen, da ihr euch in neblige Nostalgie flüchtet. Die Trennung im Sommer 2013 war kein Zufall und kein bloßes Auseinanderleben. Es war eine politische Zäsur. Schon damals zeichnete sich ab, dass der isolierte Blick auf „Bundeswehreinsätze“ und „Waffenexporte“ zu kurz greift. Ihr wolltet den Krieg bekämpfen, aber die Maschinerie, die den Krieg erst ermöglicht – den kapitalistischen Normalvollzug, die Energieversorgung, die Logistik, die digitale Überwachung – wolltet ihr unangetastet lassen. Als wir 2013 forderten, den Begriff der „militärischen Infrastruktur“ auf die zivil-militärischen Mischformen auszuweiten – auf die Datenknoten, die Energienetze, die Logistikzentren –, da seid ihr zurückgeschreckt. Ihr wolltet die „reine Lehre“ des Antimilitarismus, sauber getrennt vom Alltag der Menschen. Ihr wolltet „Störung“, aber bloß nicht so sehr, dass es wehtut. Ihr wolltet Applaus aus der linken Szeneblase, aber keine Konfrontation mit der Systemfrage. Die Spaltung war die Folge eurer Weigerung, anzuerkennen, dass der Kapitalismus nicht nur in Panzern an die Front rollt, sondern durch die Stromleitungen, die Serverfarmen und die Pipelines jeden Tag einen Krieg gegen diesen Planeten und seine Bewohner führt. Ihr seid gegangen, um „Bücher zu lesen“ und euch in Diskussionszirkeln zu verstecken. Wir sind geblieben, um die Lunte neu zu legen.
Gegen die Lüge der „Unschuldigen Infrastruktur“
Eure Argumentation, Infrastruktur sei kein „Spielfeld“, sondern müsse geschützt werden, ist naiv und gefährlich. Sie spielt genau jenen in die Hände, die wir bekämpfen. Ihr behauptet, eure Angriffe galten nur dem Militär. Aber wer liefert den Strom für die Kasernen? Wer transportiert die Panzer? Wer liefert die Daten für die Drohnenmorde? Es ist dieselbe Infrastruktur, die auch die Villen in Zehlendorf heizt und die Tesla-Fabrik am Laufen hält. Die Trennung zwischen „ziviler“ und „militärischer“ Nutzung ist im Zeitalter der hybriden Kriegsführung und der totalen Vernetzung eine Illusion von gestern. Das Internet, das Stromnetz, die Verkehrswege – sie sind dual-use. Wer die Infrastruktur des Kapitals schont, schont auch seine Fähigkeit, Kriege zu führen und die Biosphäre zu vernichten. Ihr werft uns vor, wir würden die „gesellschaftliche Grundversorgung“ angreifen. Wir sagen: Eine Gesellschaft, deren „Grundversorgung“ auf der Verbrennung von fossilen Energien, auf der Ausbeutung des globalen Südens und auf der Zerstörung der klimatischen Lebensgrundlagen beruht, hat kein Recht auf ungestörten Schlaf. Die „Normalität“, die ihr bewahren wolltet und deren Störung ihr nur „symbolisch“ meintet, ist genau das Problem. Diese Normalität tötet. Täglich.
Der Ukraine-Vorwand und die Bankrotterklärung der Analyse
Dass ihr den Angriff Russlands auf die Ukraine 2014 und 2022 als Grund anführt, warum Sabotage heute „falsch“ sei, ist der Gipfel der politischen Verwirrung. Ihr übernehmt die Rhetorik der Herrschenden 1 zu 1. Weil Putin Infrastruktur bombardiert, dürfen wir die Infrastruktur des deutschen Imperialismus und der fossilen Zerstörung nicht mehr anfassen? Das ist die Logik des Burgfriedens. Ihr stellt euch schützend vor das System, nur weil es gerade in Konkurrenz zu einem anderen autoritären System steht. Das ist genau die Falle, vor der wir immer gewarnt haben. Wir lassen uns nicht erpressen von der geopolitischen Lage. Der deutsche Standort-Nationalismus, der sich jetzt „Verteidigung der Demokratie“ nennt, ist genauso unser Feind wie der russische Imperialismus. Die Klimakatastrophe wartet nicht, bis der Ukraine-Krieg vorbei ist. Das Artensterben macht keine Pause, nur weil ihr Angst habt, mit Putin verwechselt zu werden. Eure Haltung ist ein Freibrief für RWE, Vattenfall, Stromnetz Berlin und Tesla, weiterzumachen wie bisher, geschützt durch die moralische Erpressung des Krieges. Wir lehnen diese Erpressung ab. Wir sabotieren hier, weil hier die Täter sitzen, die unsere Lebensgrundlagen vernichten. Ob Putin das gefällt oder nicht, ist für unsere Analyse irrelevant. Wir sind keine geopolitischen Schachfiguren, wir sind der Widerstand gegen die Vernichtung.
Warum wir den Namen behalten
Ihr sagt, der Name „Vulkangruppe“ gehört euch? Ein Name gehört niemandem. Ein Vulkan ist kein eingetragener Verein mit Satzung und Vorstandsitzung. Ein Vulkan ist ein Naturereignis, das ausbricht, wenn der Druck zu groß wird. Wir haben diesen Druck 2011 gespürt, wir haben ihn 2013 gespürt, und wir spüren ihn heute, im Jahr 2026, stärker denn je. Ihr habt den Namen abgelegt wie ein altes Kleidungsstück, das nicht mehr passt, weil ihr bürgerlich geworden seid. Wir haben ihn mit neuem Inhalt gefüllt. Wir haben die Analyse geschärft: Vom reinen Antimilitarismus hin zum Kampf gegen die Totalität der Zerstörung – Klima, Kapital, Kontrolle. Wenn heute von der Vulkangruppe die Rede ist, denkt niemand mehr an eure symbolischen Brandplättchen an Bundeswehr-LKWs von 2011. Man denkt an brennende Stromtrassen, an stillgelegte Tesla-Fabriken, an den dunklen Himmel über Lichterfelde. Man denkt an wirksamen Widerstand, nicht an moralische Appelle. Wir haben den Namen nicht gestohlen, wir haben ihn vor der Bedeutungslosigkeit gerettet.
Zurückweisung der Bevormundung
Eure „Distanzierung“ ist uns herzlich egal. Sie dient nur dazu, euer eigenes Gewissen zu beruhigen und euch vor der Repression zu schützen, die ihr so sehr fürchtet. Ihr wollt saubere Hände behalten, während die Welt brennt. Ihr schreibt: „Die Welt wird brennen, langsam, dann schneller.“ Und eure Antwort darauf ist Rückzug? Das ist zynisch. Das ist der Defätismus derer, die ihre Schäfchen im Trockenen haben. Wir akzeptieren das Brennen nicht als Schicksal. Wir legen Feuer an die Zündschnüre dieses Systems, um den großen Brand zu verhindern oder zumindest die Maschinerie zu stoppen, die das Öl ins Feuer gießt. Ihr sprecht von „Sichtbarkeit von Verantwortung“. Wir sprechen von der materiellen Unterbrechung der Zerstörung. Das ist der qualitative Unterschied zwischen euch und uns. Ihr wolltet reden, wir wollen stoppen. Die technische Entwicklung unserer Mittel – von einfachen Brandsätzen hin zu komplexen Sabotagen an 110kV-Leitungen und Kabelbrücken – spiegelt die Notwendigkeit der Zeit wider. Die „Smart City“, die ihr in eurer Erklärung nicht einmal erwähnt, ist der Versuch, jede Regung des Widerstands digital zu ersticken. Wer diese Infrastruktur nicht angreift, hat den Kampf schon aufgegeben. An die Medien, die diese Distanzierung der „Alten“ nun nutzen werden, um uns als „wahnsinnige Abweichler“ darzustellen: Versucht es ruhig. Es ändert nichts an den Fakten. Es ändert nichts an den 64 Rohren unter der Kabelbrücke. Es ändert nichts an der Verletzlichkeit eures Systems.
Schlusswort an die Ehemaligen
Bleibt in euren Sesseln. Schreibt eure Memoiren. Diskutiert in euren Altbauwohnungen über die Moral der Sabotage, während draußen das Wasser steigt und die Wälder sterben. Aber steht uns nicht im Weg. Ihr habt eure Wahl 2013 getroffen. Wir haben unsere getroffen. Wir tragen die Konsequenzen unseres Handelns. Wir verstecken uns nicht hinter einer „früheren Identität“. Wir sind die Vulkangruppe. Hier und Jetzt.
Vulkangruppe: Die Glut ist heißer als je zuvor Gegen die Resignation der Alten – Für die Wut der Jungen Kein Frieden mit den Zerstörern – Weder 2011 noch 2026 Infrastruktur ist kein Tabu – Sie ist die Waffe des Gegners Switch off das System der Angst.
Wir machen weiter.

FAKE 4 (F4) aus knack.news

Theorie und Diskussion

Den Herrschenden den Saft abdrehen – Richtigstellung
Vulkangruppe 6. Januar 2026

Wir melden uns erneut, weil nach unserer ersten Erklärung vieles bewusst missverstanden oder verzerrt wurde.
Zunächst:
Unser Handeln richtete sich nicht gegen Menschen, sondern gegen eine Infrastruktur, die tagtäglich Menschen, Umwelt und Zukunft zerstört. Energieversorgung ist kein neutraler technischer Vorgang, sondern ein politisches Herrschaftsinstrument. Wer fossile Großanlagen betreibt, entscheidet sich aktiv für Klimazerstörung, für Kriege um Ressourcen und für soziale Ungleichheit.
Gleichzeitig sehen wir die Situation der Menschen vor Ort. Niemand von uns ignoriert, dass der Ausfall von Strom für viele eine reale Belastung bedeutet – insbesondere für Alte, Kranke, Kinder und all jene, die ohnehin am Rand dieser Gesellschaft stehen. Diese Härten sind nicht zufällig, sondern Ergebnis eines Systems, das kritische Versorgung zentralisiert, profitorientiert organisiert und bewusst verwundbar macht. Nicht diejenigen, die angreifen, haben diese Abhängigkeit geschaffen, sondern diejenigen, die sie seit Jahrzehnten aufrechterhalten.
Wenn heute plötzlich von „Verantwortungslosigkeit“ gesprochen wird, dann von denselben Akteuren, die tagtäglich Blackouts, Umweltkatastrophen und soziale Kälte in Kauf nehmen – nur langsamer, leiser und medial besser verwertbar.
Zu den kursierenden Unterstellungen einer angeblichen „False-Flag-Aktion“ eines ausländischen Staates sagen wir klar:
Diese Spekulationen sind nichts weiter als der Versuch, die eigene Ohnmacht zu kaschieren. Dass Menschen hier vor Ort in der Lage sind, Infrastruktur anzugreifen, passt nicht ins Sicherheitsnarrativ von Politik und Behörden. Also wird ein äußerer Feind konstruiert. Das ist bequem, entlastet und verschiebt die Debatte.
Unsere Motive sind weder geheim noch neu. Sie speisen sich aus jahrelanger Erfahrung mit leerem Klimadiskurs, symbolischer Politik und einer Energieversorgung, die auf Zerstörung basiert. Wer nun behauptet, hinter jeder Form von Sabotage müsse zwangsläufig ein fremder Geheimdienst stehen, verweigert sich der Realität gesellschaftlicher Konflikte im Inneren.
Wir werden uns nicht von moralischer Empörung beeindrucken lassen, die nur dann laut wird, wenn Eigentum betroffen ist.
Die eigentliche Gewalt ist strukturell. Sie wirkt jeden Tag. Sie bleibt meist unsichtbar.
Unsere Intervention ist ein Bruch mit dieser Normalität.
Ob sie verstanden wird oder nicht, liegt nicht bei uns.

 

vulkan-stromboli240519-4713-ullalohmann